Ein Lieblingsrucksack im Test: Macpac Kahu 22

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Man muss ja schon sagen – was Design und Style angeht hat Macpac einiges drauf. Es gibt wenig gute Rucksäcke, die so schnörkellos und simpel gehalten sind und dabei auch noch cool aussehen. Es gibt ja viele Rucksäcke die mit tausend kleinen Kleinigkeiten und Schnickschnack daherkommen. Hier noch ne Tasche, da noch ein Handyfach, hier noch ein Netz, da noch ein Gummi… Sicher alles total praktisch, aber irgendwie alles zu viel.

Wer ein Auge für das Wesentliche hat, der muss sich direkt in den Kahu 22 von Macpac verlieben.Wir haben den Kahu eine Woche lang als Daypack im Urlaub getestet und können sagen, dass er wirklich alles hat, was man von einem Tagesrucksack verlangen kann.

Auf den ersten Blick sieht er, zugegeben, schon recht zierlich und schmal aus. Und doch passt in die 22l-Version alles rein, was man für den Tag braucht: Wasserflasche, Proviant, Regenjacke, Pulli usw.

Im Inneren hat der Kahu zwei Netze, die es einem erleichtern, für Ordnung zu sorgen und alles schnell wiederzufinden. Außerdem gibt ein eine kleine ‚Geheimtasche‘ mit Reißverschluss, in die bequem ein Portemonnaie (oder zwei), Kaugummis, Schlüssel und sonstige wichtige Kleinigkeiten hineinpassen.

Radfahrer, Kletterer und andere Outdoor-Sportler finden eine Vorrichtung für Trinksysteme. Die Behälter können im Rückennetz im Innenraum des Rucksacks gelagert werden.

Achja, und für alle, die den Kahu 22 mit zur Uni oder zur Arbeit nehmen möchten: Es lassen sich sogar handelsübliche Ordner und Laptops ohne Probleme darin verstauen.

Die Fronttasche ist so schlau gesetzt, dass man schnell dran kommt, ohne den Rucksack ganz ablegen zu müssen. Sie ist geräumig und besitzt zwei kleine Netztaschen, von denen eine gepolstert ist, z.B. für MP3-Player, Smartphone und Co.

Wir haben vorne praktischerweise unsere Karte verstaut, die so immer mit einem Handgriff erreichbar war.

Zum Tragekomfort haben wir festgestellt, dass er von der Körpergröße abhängig ist. Da die Schulterriemen ziemlich auseinanderstreben, empfiehlt es sich, den Brustgurt in Anspruch zu nehmen. Ich selbst bin nur 1,60 m groß und fand das Tragen ohne den Brustgurt jedoch angenehmer. Bei meinem Freund, der über 1,90 m ist, war das Gegenteil der Fall.

Hat man die richtige Variante für sich herausgefunden, sitzt der Kahu schön angeschmiegt am Rücken und man merkt ihn tatsächlich kaum – auch bei voller Beladung, beim Wandern, Radfahren oder Bummeln. Das hat sicher mit der Macpac typischen Bohnen- oder Tropfenform des Kahu zu tun. Und natürlich mit den gut gepolsterten Schultergurten und Rückenteil. Das Tragen ist wirklich angenehm und wir hatten nie das Gefühl, den Rucksack mal zwischendurch loswerden zu wollen.

Der Brustgurt ist in der Höhe ganz leicht verschiebbar und wer ihn nicht braucht kann ihn auch einfach abnehmen.

Ein weiteres Highlight ist das Material. Macpac hat ja im allgemeinen einen sehr guten Ruf was Robustheit und Wetterfestigkeit angeht. Das hat viel mit dem tollen, von Macpac selbst entwickelten AzTec Material zu tun.

Der Kahu, den wir mit im Urlaub hatten, war eine Leihgabe und wurde davor schon einige Jahre viel beansprucht. Von Abnutzung aber keine Spur.

Das Zeug ist top wasserdicht und lässt sich auch sehr gut nachimprägnieren, die Reißverschlüsse sind es jedoch nicht. Deswegen sollte man Dinge, die nicht nass werden dürfen, auf jeden Fall noch einmal extra schützen. Für Dauerregen ist der Kahu also eher ungeeignet. Das ist der einzige Nachteil, der uns aufgefallen ist.

Alles in allem kann man nur sagen: Schick und tauglich und trotz des kleinen Minuspunkts der nicht wasserdichten Rvs absolut empfehlenswert.

Note: Sehr gut!

Getestet wurde der Kahu 22 von unserer Mitarbeiterin Christine während eines einwöchigen Urlaubs mit ihrem Freund an der Nordsee.

 

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